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Anwaltskanzlei Ricken
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Kapitalanlagerecht in Verruf („In eigener Sache“)

Das Kapitalanlagerecht ist in letzter Zeit leider erheblich in Verruf geraten. In Nachahmung „amerikanischer Verhältnisse“ sucht eine Vielzahl sogenannter „Anlegerschutzkanzleien“ gezielt den Kontakt zu Kapitalanlegern, um ein „Horrorszenario“ bezüglich der Entwicklung ihrer Kapitalanlage zu zeichnen, auf kurzfristig ablaufende Fristen (insbesondere Verjährungsfristen) hinzuweisen und den Eindruck zu erwecken, dass bei weiterer Untätigkeit ein „erheblicher Schaden“ drohe. Diese „Panikmache“ dient oft ausschließlich dem Zweck, die Empfänger des Schreibens unter Druck zu setzen, diesen Kanzleien kurzfristig ein Mandat zu erteilen. Ist dies einmal geschehen, werden zum Zwecke der Profitmaximierung ohne sorgfältige Prüfung des jeweiligen Einzelfalls oberflächlich zusammengeschusterte außergerichtliche Anspruchsschreiben und „Sammelklagen“ in die Welt gesetzt, deren Ergebnis voraussehbar ist: Sie enden regelmäßig ohne Erfolg.

Eine andere Art aggressiver Akquisition wird in diesem Zusammenhang über vorgeschobene, nur für diese Zwecke gegründete sogenannte „Anlegerschutzvereine“ betrieben, die den Eindruck einer uneigennützigen Organisation zur Bündelung und Wahrnehmung der Interessen ihrer Mitglieder erwecken sollen, tatsächlich jedoch (insbesondere mittels Massenveranstaltungen in der Art von „Butterfahrten“) ausschließlich der Generierung von Mandaten für die dahinterstehenden Rechtsanwälte dienen.

Diese sehr bedauerliche Entwicklung führt dazu, dass Kapitalanleger, die naturgemäß nicht in der Lage sind, die „Spreu vom Weizen“ zu trennen, solche Schreiben als „Werbemittel“ einstufen und wegwerfen. So sehr dies (bei der „Spreu“) verständlich und richtig ist, führt es andererseits (beim „Weizen“) zwangsläufig zu einem Informationsdefizit der Anleger und fördert damit die Interessen derjenigen, die die Kapitalanlage am Markt angeboten haben und die nicht selten bis heute – faktisch unter Ausschluss der Gesellschafter – die Geschäfte der jeweiligen Fonds führen.

Wir distanzieren uns nachdrücklich von solchen unseriösen Machenschaften.
Unser entscheidender Wettbewerbsvorteil besteht in der nunmehr fast 35 jährigen Erfahrung des Kanzleiinhabers Peter A. Ricken (62) auf dem Gebiet der steuerbegünstigten Kapitalanlagen. Die daraus resultierende jahrzehntelange Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, insbesondere auch nicht z.B. durch einen Titel des „Fachanwalts für Kapitalanlagerecht“, der nach Absolvierung einiger „Crashkurse“ innerhalb eines überschaubaren Zeitraums erworben werden kann und besonders tiefgreifende Spezialkenntnisse suggeriert.

Die jahrzehntelange Erfahrung von Peter Ricken auf dem Gebiet von Kapitalanlagen des außerbörslichen „grauen Marktes“ seit Beginn seiner anwaltlichen Tätigkeit im Jahre 1979 umfasst praktisch alle einschlägigen Anlageformen, beginnend mit den Bauherrenmodellen der 80iger Jahre, fortgesetzt mit den damals in der Rechtsform der Partenreederei betriebenen Schiffsfonds, über den Vertrieb von Eigentumswohnungen im sogenannten „Erwerbermodell“, die Beteiligung an geschlossenen Immobilienfonds (insbesondere des sozialen Wohnungsbaus) in Berlin und im Bei-trittsgebiet bis hin zu den neuzeitlichen Anlageformen (Schiffsfonds – nun-mehr in der Form der KG –, Filmfonds, Flugzeugfonds, Hotelfonds, Fonds der erneuerbaren Energien u.s.w.). Sie wurde nicht allein durch Vertretung von Anlegern erworben, sondern auch durch Tätigkeiten für die Anbieterseite (Initiatoren). Insbesondere aus diesen erwuchsen für Peter Ricken wertvolle Erkenntnisse, die in Prozessen den Richtern vermittelt werden müssen, um zu einer richtigen und gerechten Entscheidung kommen zu können. Dieser langjährigen Erfahrung, einhergehend mit einer intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unseren Mandanten, ist es geschuldet, dass sich die Anwaltskanzlei Ricken einen guten Namen erarbeitet hat und durch zufriedene Mandanten weiter empfohlen wird, ohne auch unseriöse Weise auf „Mandantenfang“ gehen zu müssen. Die Mandanten kommen auf uns zu, nicht wir auf die Mandanten.

Warum schreiben wir Sie dennoch an und erwecken dadurch den ersten Eindruck einer unseriösen Mandatsakquisition?
Anders als z.B. bei geschlossenen Immobilienfonds, die nach mustermäßig vorgefertigten Schemata aufgelegt und durchgeführt wurden, ist bei den „modernen Anlageformen“ die Erfolg versprechende Geltendmachung von Rückabwicklungs- und Schadensersatzansprüchen gegen geeignete Anspruchsgegner von individuellen Voraussetzungen (u.a. Inhalt der Beratungsgespräche, Vorhandensein von Prospektfehlern im Einzelfall etc.) abhängig. Einige Anleger haben heute die genauen Umstände des Zustandekommens ihrer Beteiligung noch vor Augen, viele jedoch nicht. Aufgrund der meistens erforderlichen „Auffrischung“ des Gedächtnisses unserer Mandanten einerseits und andererseits zwecks Feststellung „einheitlicher“ Abläufe bei Beratungsgesprächen, die Rückschlüsse auf Vorgaben für den Vertrieb und dessen Falschberatung erlauben, ist ein wechselseitiger Informationsaustausch förderlich oder manchmal auch unerlässlich, um individuelle Ansprüche erfolgreich durchsetzen zu können. Bei der Einholung solcher Informationen bei ihren Mitgesellschaftern sind wir unseren Mandanten behilflich, weil sie selbst nicht wissen können, worauf es entscheidend ankommt und deshalb die benötigten Informationen oft nicht zielgerecht bei ihren Mitgesellschaftern selbst einholen können. Als Gegenleistung für die Mühe bei der Ausfüllung und Rücksendung des Fragebogens unterrichten wir die betreffenden Gesellschafter über das Ergebnis durch die Informationserteilung unterstützten rechtlichen Untersuchungen für unsere Mandanten. Wer diese Erkenntnisse auch für sich selbst nutzen möchte, dem steht es unter freier Wahl eines Anwalts seines Vertrauens offen, dies zu tun. Zur Erleichterung der Entscheidungsfindung teilen wir deshalb auch mit, welche Kosten für die jeweiligen Gesellschafter entstehen, weil diese bundeseinheitlich gesetzlich geregelt sind und daher für jeden Rechtsanwalt und jedes Gericht gelten. Selbstverständlich sind wir bereit, von den Mitgesellschaftern unserer Mandanten gewünschte Mandate zu übernehmen, wenn diese der Auffassung sind, dass es Sinn macht, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, der bereits mit der Sache befasst ist. Hauptzweck unserer Schreiben an die jeweiligen Mitgesellschafter ist und bleibt jedoch allein die Einholung von Informationen zur bestmöglichen Bearbeitung der uns bereits erteilten Mandate.

Warum nennen wir den Namen unserer Mandanten nicht, in deren Auftrag wir Informationen bei den Mitgesellschaftern einholen?
Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Gesellschafter, insbesondere sogar höher Beteiligte, die oftmals auch die Position von Beiräten einnehmen, die einseitige und gefärbte „Informationspolitik“ der Initiatoren und Fondsgeschäftsführungen für sich selbst in einem derartigen Maße als „richtig“ adaptieren, dass sie die Inanspruchnahme rechtlicher Beratung durch einzelne kritische Gesellschafter als „querulatorisch“ abstempeln und diese in Rundschreiben oder auf Gesellschafterversammlungen regelrecht als „Schädlinge“ diffamieren. Davor möchten wir unsere Mandanten schützen. Denn wir kennen ja die angesprochenen Mitgesellschafter unserer Mandanten und damit die grundsätzliche Einstellung einzelner von ihnen nicht.

Worin unterscheidet sich unsere Arbeitsweise von den eingangs erwähnten Methoden einiger Kollegen?

  • Noch nie haben wir einen vermeintlichen „Anlegerschutzverein“ gegründet, uns an einer solchen Gründung beteiligt oder uns als „Vertragsanwälte“ eines solchen Vereins listen lassen. Wir werden dies auch künftig nicht tun.

  • Wenn wir ein Mandat eines oder mehrerer Gesellschafter eines Fonds erhalten haben, prüfen wir zunächst intensiv den Prospekt auf eventuelle Fehler sowie – wenn eine Beraterhaftung in Betracht kommt – den Verlauf und Inhalt des Beratungsgesprächs und holen dazu gleichzeitig einschlägige Informationen bei den Mitgesellschaftern unserer Mandanten ein.

  • Bei uns „kochen die Chef´s“ selbst: Unsere Mandanten sind bei uns keine „Nummern“, die vom Kanzleisenior massenhaft „kalt akquiriert“ und dann zwecks Bearbeitung an eine Heerschar meist junger und wenig erfahrener Anwälte abgeschoben werden, sondern wir stehen unseren Mandanten jederzeit telefonisch und (nach Vereinbarung) gern auch persönlich für alle ihre Fragen und „Nöte“ rund um ihre Beteiligung zur Verfügung.

  • Wir setzen insbesondere im außergerichtlichen Verfahren alles daran, bereits hier zu einem für den Mandanten zufriedenstellenden Vergleich zu kommen, um ihm einen Prozess zu ersparen, obwohl in diesem weiteres Honorar verdient werden könnte.


Häufig gestellte Fragen


„Woher kennen Sie überhaupt meinen Namen und meine Adresse?“
Die Kapitalanleger haben sich in der Rechtsform einer Personengesellschaft des Handelsrechts zusammengeschlossen und müssen sich deshalb rechtlich genauso behandeln lassen wie Unternehmer, die einander kennen und sich zur Verfolgung eines gemeinsamen Geschäftsbetriebes zusammengeschlossen haben. Zum Zwecke der Möglichkeit der erforderlichen Kommunikation untereinander hat jeder Gesellschafter einen vom Bundesgerichtshof garantierten Rechtsanspruch gegen die Geschäftsführung auf Benennung seiner Mitgesellschafter, soweit diese nicht (z.B. bei Einschaltung eines Treuhandkommanditisten oder bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts) aus dem öffentlichen Handelsregister ersichtlich sind. Die Durchsetzung dieses Rechtsanspruchs wird häufig von den Fondsgeschäftsführungen dadurch erschwert, dass lediglich eine „Einsicht“ in das Gesellschafterregister vor Ort gewährt und die Aushändigung von Fotokopien verweigert wird. In solchen Fällen bleibt nur die Einsichtnahme in das Handelsregister oder (bei treuhänderischer Beteiligung) ein nachdrücklicher Schriftverkehr mit der Geschäftsführung, um diese letztlich davon zu überzeugen, dass die Behinderung rechtswidrig ist und die Namen und Adressen der Mitgesellschafter zur Verfügung gestellt werden müssen.

„Ich habe meine Anlage schon längst abgeschrieben“
Wer so vermögend ist, dass ihn der Totalverlust seines Anlagebetrages nicht stört, mag so denken und den Schädigern ihre „Beute“ aus der Kapitalanlage belassen. Die meisten Anleger sind jedoch nicht so reich, sondern haben zum Zwecke einer zusätzlichen Altersversorgung einen für ihre Verhältnisse vergleichsweise hohen Betrag investiert, dessen Vernichtung sehr schmerzhaft ist. Es drängt sich daher der Vergleich mit ärztlicher Behandlung auf: Wer Schmerzen hat, begibt sich zum Arzt, um deren Ursache zu erforschen und sie zu kurieren. Niemand oder kaum jemand vertritt die Auffassung: „Ich habe mich jetzt schon so an meine Schmerzen gewöhnt, dass ich damit leben kann, so dass ich keinen Arzt brauche“.

„Meine Ansprüche haben ja sowieso keine Erfolgschancen“
Wer diese Aussage trifft, nimmt (wenn er juristischer Laie ist) für sich in Anspruch, die rechtlichen Grundlagen seines Anspruchs zutreffend beurteilen zu können. Dazu dürfte er ebenso wenig in der Lage sein wie ein Patient, der ohne Hinzuziehung eines Arztes meint, eine „Selbstdiagnose“ stellen zu können. Nicht ohne Grund ist die zuverlässige Beurteilung sowohl juristischer als auch gesundheitlicher Fragen den in ihrem jeweiligen Gebiet studierten Fachleuten vorbehalten.

„Ich war noch nie vor Gericht und möchte mir den Stress eines Prozesses nicht antun“
Ein Patient, der noch nie im Krankenhaus gelegen hat, lehnt nicht allein aus diesem Grund eine sich erstmals als erforderlich erweisende stationäre Behandlung ab. Anders als ein Krankenhausaufenthalt bringt die Führung eines Zivilprozesses für einen Mandanten entgegen seiner Annahme keinen oder nur geringen „Stress“ für ihn mit sich, weil er durch seinen Prozessvertreter davon weitestgehend abgeschirmt ist. Anders als bei Strafprozessen, die oft über viele Verhandlungstage in Anwesenheit des Mandanten geführt werden (wie es die Öffentlichkeit z.B. aus dem Fernsehen kennt), beruht die Entscheidung bei Zivilprozessen auf dem Inhalt der zwischen den Parteien gewechselten Schriftsätze und ggf. einer Beweisaufnahme. Bei dieser werden in aller Regel Dritte als Zeugen vernommen. Die Vernehmung einer Partei ist nur unter eingeschränkten Voraussetzungen möglich. Zudem sieht das Zivilprozessrecht vor, dass der Richter schon in der ersten mündlichen Verhandlung („Gütetermin“) dringend auf einen Vergleich zwischen den Parteien hinwirken soll. Durch solche frühen gerichtlichen Vergleiche im Gütetermin konnten wir bereits in vielen Fällen Prozesse zur Zufriedenheit unserer Mandanten abkürzen und zugleich beenden.

„Vor Gericht ist man wie auf hoher See – in Gottes Hand“
Dieser bekannte Spruch will (zutreffend) zum Ausdruck bringen, dass die Jurisprudenz keine Naturwissenschaft ist und deshalb Entscheidungen oft-mals von der jeweiligen subjektiven Einstellung des mit der Sache befassten Richters geprägt sind. Er wird jedoch oftmals (unzutreffend) dahingehend verstanden, dass die Einlassung eines Bürgers mit der Jurisprudenz praktisch auf ein völlig unkalkulierbares Risiko hinauslaufe. Dies ist nicht der Fall. Die Jurisprudenz ist keine Lotterie oder ein Roulettespiel, sondern sie stützt sich als gleichberechtigte Wissenschaft neben anderen Wissen-schaften (wie z.B. Medizin) auf Lehre und Forschung und darüber hinaus (anders als bei der Medizin) auf kodifizierte Gesetze und die diese Gesetze ausfüllende und ergänzende höchstrichterliche Rechtsprechung. Somit wird für einen Fachmann ein überschaubarer „Rahmen“ abgesteckt, innerhalb dessen die Erfolgsaussichten eines juristischen „Eingriffs“ durchaus vergleichbar kalkuliert werden können wie der Erfolg eines medizinischen Eingriffs. Auch bei Letzterem kann kein Arzt den Erfolg garantieren, weil immer wieder unvorhersehbare Umstände, die diesen letztlich vereiteln, auftreten können.

„Ich will schlechtem Geld kein gutes mehr hinterher werfen“
Mit dem „schlechtem Geld“ ist die fehlgeschlagene Kapitalanlage gemeint, zu deren Rettung man kein weiteres Geld mehr investieren möchte. So berechtigt diese Aussage vordergründig zu sein scheint, so sehr beinhaltet sie zugleich eine vorweg genommene Würdigung, ob das angestrebte Ergebnis eintreten wird oder nicht: Denn nur wenn man davon ausgeht, das angestrebte Ergebnis nicht erreichen zu können, ist das dafür aufgewandte Geld sinnlos und damit ebenfalls „schlechtes Geld“.

Bestehen jedoch Erfolgsaussichten für das angestrebte Ergebnis, kann das nachträglich investierte gute Geld nur als „gut investiert“ bezeichnet werden.

Rechtsschutzversicherung
Anders als im Bereich der medizinischen Versorgung, wo die meisten Menschen entweder gesetzlich oder privat krankenversichert sind, hat nicht jeder eine Rechtsschutzversicherung, die ihm das Kostenrisiko abnimmt. Diejenigen Kapitalanleger, die bereits vor Tätigung ihrer Anlage eine Rechts-schutzversicherung mit geeignetem Umfang abgeschlossen haben, können sich daher mehr oder weniger „glücklich“ schätzen. Hier ist allerdings in letzter Zeit zu beobachten, dass die Rechtsschutzversicherungen aufgrund der sich häufenden Fälle mit allen möglichen Ausflüchten versuchen, Deckungsschutz zu verweigern. Dem kann in den allermeisten Fällen mit Nachdruck entgegengetreten werden. Hierbei sind wir unseren Mandanten auf Wunsch ebenfalls behilflich. Stellt sich aufgrund einer Prognose heraus, dass die Rechtsschutzversicherung die Deckungszusage erteilen muss, notfalls erzwungen durch eine gerichtliche Deckungsklage, empfehlen wir unseren Mandanten, um mit der Realisierung ihres juristischen Ziels nicht über einen längeren, unabsehbaren Zeitraum zuwarten zu müssen, die erforderlichen Kosten zunächst selbst vorzufinanzieren, um sie sich dann später, wenn die Deckungspflicht der Rechtsschutzversicherung geklärt ist, von dieser erstatten zu lassen.